30.11.2017

Digitalisierung im Fokus


COBA-Gesellschafter treffen sich zum Unternehmerseminar

Das Thema Digitalisierung ist heute in aller Munde. Auch die COBA-Gesellschafter haben sich im Rahmen ihres Unternehmerseminars und der Gesellschafterversammlung im November intensiv mit diesem Thema beschäftigt.

So traten beim Unternehmerseminar gleich zwei Experten auf, die mit Digitalisierung bestens vertraut sind. Professor Klemens Skibicki sprach zum Thema „Digitale Transformation – den Strukturwandel verstehen oder untergehen … Auch für Dachbaustoffe?“. Er schilderte sehr anschaulich wie das „Internet der Dinge“ unsere Prozesse zukünftig beeinflussen wird. So wird nach seiner Meinung die maximale Einfachheit branchenübergreifender Standard werden. Gleichzeitig stellte er die Chancen, die sich für jeden Unternehmer durch die digitalen Medien ergeben, dar. Und obwohl Daten zukünftig eine noch wichtigere Rolle spielen, werden die Menschen laut Skibicki weiterhin der wichtigste Faktor bleiben.

Lennart A. Paul stellte in seinem Vortrag „Baustoffe kann man nicht durch den Draht beamen – wie Marktakteure im B2B-E-Commerce denken“ den Bezug zur Branche her. Er zeigt auf, wo aktuell die Schwachstellen der Baubranche liegen. In diesem Zusammenhang stellte er einige digitale Geschäftsmodelle vor und stellte die Frage, ob die etablierten Unternehmen der Branche hier mithalten können. Auch hier ergeben sich Chancen für den Baustoffhandel. Jedoch ist es laut Paul unbedingt notwendig, dabei zu agieren statt später nur zu reagieren.
Im Anschluss an diese beiden inspirierend Vorträge stellten fünf COBA-Gesellschafter interessante Digitalisierungsbeispiele aus ihren Unternehmen vor. Daraus ergaben sich für die Kollegen zahlreiche Anregungen, wie Digitalisierung im COBA-Fachhandel konkret aussehen kann, ohne gleich das gesamte Geschäftsmodell infrage zu stellen. Nach diesem informationsreichen Tag gab es bei der Abendveranstaltung viel Diskussionsstoff.

Am folgenden Tag schloss sich die COBA-Gesellschafterversammlung an. Geschäftsführer Bernd Lordieck und die Bereichsleiter aus Marketing, Einkauf und Vertrieb sprachen über die aktuellen Projekte aus ihren Abteilungen. Auch hier zog sich die Digitalisierung als „orangener Faden“ durch die Tagesordnung. So werden beispielsweise im Projekt COBA IT.2030 die Möglichkeiten einheitlicher Datenstandards für den COBA-Fachhandel erarbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt war das neue COBA-Weiterbildungskonzept. Darin wird es ab 2018 deutlich mehr Schulungsangebote für Mitarbeiter aller Bereiche geben. Durch die neue Struktur können jetzt mehr Termine und Seminarorte angeboten werden, was unter anderem die Anreisewege der Teilnehmer verkürzt. Auch ein E-Learning-Angebot wird erstmals dabei sein. Hier ist die COBA wieder ein Stück weiter an den zu Beginn von Professors Skibicki definierten Standard „maximale Einfachheit“ herangerückt.
Die Teilnehmer des COBA-Unternehmerseminars und der Gesellschafterversammlung 2017.